MeinFerienhund - Geocaching mit Hund

Geocaching

Geocaching – Wie es begann

MeinFerienhund - GeocachingIm Frühling 2015 hat mich eine Kollegin auf einem Hundespaziergang begleitet und erzählt, dass sie etwas von moderner Schatzsuche namens Geocaching gehört habe. Sie erzählte, dass das vielleicht eine Möglichkeit sei, unsere Spaziergänge interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten. Nun denn, wir luden mitten im Wald die App runter, versuchten zu verstehen, um was es da geht und bemerkten bald, dass in unmittelbarer Nähe ein Cache namens „Wurzli“ versteckt ist. So machten wir uns auf, dem Geheimnis von Geocaching und unserem ersten Log auf die Spur zu kommen. Nachdem wir die Dose gefunden, uns ins Logbuch eingetragen und im Handy den Fund bestätigt hatten, machten wir uns sofort auf den Weg zum „Aussichts-Cache.“

Geocaching – Sonntags immer

MeinFerienhund - GeocachingSeither sind wir jede Woche unterwegs, überall wo wir sind gibt es Kisten, Dosen, Petlinge und Magnetonanos zu finden. Unsere Wochenendspaziergänge dauern nicht mehr 2-3 Stunden, sondern 5-7. Der Rucksack wird von Ausflug zu Ausflug schwerer, benötigen wir doch Wasser für die Hunde, Tee für uns, Powerriegel, Regenjacke, Nesselschutzhosen, Gartenhandschuhe, Magnetstab, Taschenmesser, Pinzette, Kamera, Navi, Handy und Tablet… Wir finden neue Grillplätze, wunderschöne Wege, Findlinge, lernen etwas über Geologie, erfahren, dass es  „Cavalli della Madonna“ in Einsiedeln gibt, und  entdecken Orte und Nischen, die wir zuvor nie auf dem Radar hatten. Wir lernen, dass es besser ist, dem Weg zu folgen und keine Hasenburg-Abkürzung* zu nehmen. Wir wissen, dass wir beim Verlassen des Autos sofort einen „Waypoint“ in unser Navy eingeben müssen, damit wir nach hektischer und planloser Suche das Auto wieder finden. Wir suchen ein paar Dosen per „Stop and Go“, wandern einem Powertrail folgend über Stock und Stein, geradeaus, bergab und ungern bergauf – was sich aber äusserst positiv auf unsere Leistungskurve auswirkt! Der Drang diesen einen Cache noch zu loggen und das schizophrene Gefühl einen Nano nicht zu finden, treiben uns unweigerlich vorwärts. Zu spekulieren, ob jemand ein Cacher oder ein Muggel** ist, lange Gespräche mit Liana25, Merlin, PuceFlo und Jangada zu führen, ist spannend und für uns Greenhorns äusserst lehrreich. In jeder Stadt, in jedem Winkel, jede freie Minute wird gesucht, im Dreck gewühlt, über Holzstämme balanciert, enträtselt, gegoogelt und geloggt.

Geocaching  –  for Dummies only?

Ihr sagt jetzt sicher, dass es dumm ist, einer Tuberware-Dose, einem Nano oder einem Trackabel nachzurennen, aber mal ehrlich, ob man einen Golfball im Gebüsch sucht oder eine Dose unter einem Baum, kommt doch aufs selbe raus. Hauptsache man ist gesund und hat Spass.

Über unsere Geocaching-Abenteuer werde ich demnächst in der Kategorie ‚Abenteuer‘ bloggen.

*Hasenburg: ein Ort im Kanton Bern, der auf einem Wanderweg zu erreichen ist. Es gibt aber Leute, die die Hasenburg auf der Direttissima erreichen wollen, was eine sehr schlechte Idee ist.

** Muggel: ein Mensch, der kein Geocacher ist.

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